Megawasser Kooperation

Megawasser-Programm

Gemeinsame Absichtserklärung zur deutsch-chinesischen Zusammenarbeit

Die zunehmende Beanspruchung von Wasserressourcen in China und die damit verbundene Wasserverschmutzung ist in den letzten Jahren zu einem der entscheidendsten limitierenden Faktoren für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Volksrepublik China geworden. Der unbefriedigende Zustand vor allem vieler Oberflächengewässer führt zu erheblichen Problemen bei der sicheren Nutzung dieser Gewässer für die Wasserversorgung der Bevölkerung, der Industrie und der Landwirtschaft. Aus diesem Grund wurde 2006 mit Beginn des 11. chinesischen Fünfjahresplans die Verbesserung der Gewässergüte in zehn der am stärksten verschmutzten chinesischen Wasserressourcen zu einem Schwerpunkt in Forschung und Entwicklung.

„In dem „Major Program of Science and Technology for Water Pollution Control and Governance“ („Megawasser-Programm “) arbeiten eine Reihe verschiedener chinesischer Ministerien zusammen mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 zu einer erheblichen Verbesserung der Wasserqualität in ausgewählten Seen und Flüssen zu kommen. Die „Chinese Research Academy of Environmental Sciences (CRAES)“ übernimmt dabei die Rolle der wissenschaftlichen Begleitung. Eine gemeinsame Absichtserklärung wurde am 7. Mai 2015 von Staatssekretär Dr. Georg Schütte zusammen mit dem chinesischen Vizeminister des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie CAO Jianlin unterzeichnet.


Ziel der gemeinsamen Absichtserklärung ist die Behandlung und Kontrolle der Wasserverschmutzung in der Volksrepublik China. Erreicht werden soll dies durch gemeinsame deutsch-chinesische Forschung zur Entwicklung von Spitzentechnologien, die an die regionalen Bedürfnisse chinesischer Wassereinzugsgebiete angepasst sind. Dabei geht es unter anderem mit um die Förderung von Forschung und Entwicklung verbesserter Technologien im Industrieabwasserbereich, die Entwicklung von umwelt- und wassertechnischen Lösungen für die nachhaltige industrielle Produktion und die Überwachung und Reduzierung von Schadstoffeinträgen. Mithilfe des Megawasser-Programms sollen zudem Empfehlungen durch die Forschung auf Basis eines engen deutsch-chinesischen Erfahrungsaustausches erarbeitet werden. Diese könnten dann als Grundlage für Regierungsentscheidungen zum Gewässerschutz und die Umsetzung von Forschungsergebnissen in großtechnischen Anlagen in den Schwerpunktregionen der Megawasser-Standorte dienen.

Der erste Schritt dieser zukunftsorientierten deutsch-chinesischen Zusammenarbeit war der Start der drei deutsch-chinesischen BMBF- Forschungs- und Innovationsprojekte SIGN, SINOWATER und URBAN CATCHMENTS im Frühjahr 2015.

JOINT DECLARATION PDF

Die Koordination des Innovationclusters Major Water wird in China durch das BMBF-Projektbüro Sauberes Wasser in Shanghai unterstützt.
Website des BMBF-Projektbüro Sauberes Wasser